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Landschaftsplaner/in - kein Beruf für schwache Nerven?

Avatar of Redakteur: Marco Giardino Redakteur: Marco Giardino - 18. May 2017 - Studienalltag

von Marco Giardino

Dieser Dienstag hatte es wirklich in sich. Es war keiner der normalen LP-Dienstage, die um 08:30 Uhr mit einer entspannten Vorlesung beginnen würden. Nein, es war ein Dienstag, der um 06:00 Uhr in Untergartelshausen begann. Erzähle ich das meinen Freunden und Verwandten, glauben sie es mir erst oft gar nicht. "Was? Uni? Um 6? Ich dachte ihr schlaft bis mittags, setzt euch 2 Stunden in die Uni und geht abends wieder feiern? Was studierst du denn bitte?!". Antworte ich dann "Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung" ist die Verwirrung meist umso größer. Nein, aber um jetzt mal auf den Punkt zu kommen, ja was zur Hölle machen Studenten um 6 Uhr morgens in einem verschlafenen Kaff? Sie lauschen gespannt und sind ganz still, denn genau genommen ist es um diese Uhrzeit draußen ziemlich laut.

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Foto: Marco Giardino
Foto: Marco Giardino

Zahlreiche Vogelstimmen gilt es sich anzuhören und einzuprägen, um dann später im eigenen Projektgebiet Vögel kartieren zu können. Natürlich ist es lästig, um diese Uhrzeit schon im Feld zu stehen, keine Frage. Doch der Aufwand wird mit einem facettenreichen Morgenkonzert, das in gewisser Weise auch etwas Meditatives hat, belohnt. Wer aber danach direkt wieder einzuschlafen drohte, hatte erst einmal schlechte Karten. Jetzt galt es die vor 2 Wochen ausgebrachten Barberfallen wieder abzuholen und sicher ins Labor zu bringen. Auch hier galt es für den ein oder anderen wieder einmal über den eigenen Schatten zu springen. Die Polyflaschen mit dem Inhalt der Barberfallen rochen beim Öffnen nicht gerade nach dem wohlduftendsten Blütenparadies und waren häufig randvoll gefüllt. Die Krabbeltierkörper wurden ausgesiebt und unter einem Binokular betrachtet, bestimmt, geordnet und gezählt. Ehrlicherweise hatte die Zählung auch etwas Meditatives, die Bilder dazu kamen dem ein oder anderen aber dann doch eher aus einem Albtraum oder Horrorfilm bekannt vor. Und so zog sich ein hochspannender und interessanter Dienstag dann doch wieder bis in den späten Nachmittag. Die Zeit verfliegt eben, wie man immer sagt.

Foto: Marco Giardino
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