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Teil 1 - Politik. Trilogie einer Türkeireise März 2017

Avatar of andreas.printz andreas.printz - 11. April 2017 - International

von Andreas Printz

Natürlich haben wir hier keinen Reiseblog – dennoch meine ich, dass hier ein paar Aspekte meines 18-tägigen Türkeitrips im März Platz finden sollten. Ich werde ein paar, wie ich meine jenseits eines reinen Urlaubsvergnügens relevante Aspekte meiner Reise, auf unserem Landschaftsblog in einer Trilogie abhandeln. U.a. aus aktuellen Gründen (das Referendum in der Türkei).
Teil 2 wird sein: Cirali – Aktueller Stand zur Transformation eines Küstenortes an der lykischen Küste bei Antalya
Teil 3: Lykische und kappadokische Landschaften
Hier also Teil 1 der Trilogie:

Darf/kann man derzeit überhaupt in die Türkei reisen?
Noch nie haben meine Reisepläne derlei Überraschung bis Skepsis oder fast schon blankes Entsetzen ausgelöst. Politik und Sicherheit - darf man derzeit überhaupt noch in die Türkei reisen?

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Mit Sicherheit hätte auch ich derzeit nicht die Türkei als Reiseland ausgesucht, wenn ich nicht nochmal eine alte Freundin besuchen hätte wollen, die nach 6 Jahren Türkei dort final ihre Koffer gepackt hat. Die übrigens auch mit der Grund war, warum ich vor vier Jahren ein Semesterprojekt über nachhaltigen Tourismus in einem der letzten unverbauten Küstenorte an der lykischen Küste initialisierte (mehr darüber in Teil 2 der Türkei-Trilogie). Auch die Neugier auf die dortige weitere Entwicklung war ein wesentlicher Reisegrund (und wird es vermutlich immer wieder sein).
Kurz nach der Verhaftung von Deniz Yüksel (WELT-Korrespondent) und etlichen anderen Deutschtürken bei der Einreise am Flughafen war mir auch (allerdings nur leicht) mulmig. Hatte ich doch selbst eine Solidaritätsliste gegen die Inhaftierung türkischer Wissenschaftler öffentlich mit unterzeichnet. Auch hatte Erdogan kurz vor meinem Abflug seine ersten unseligen Faschismus-Vorwürfe gestartet. Holländische Kühe waren nach der Ausweisung der türkischen Bildungsministerin aus den Niederlanden auf dem Rückweg von der Türkei nach Holland...Ich war also mehr als gespannt,  welche Stimmung mich erwarten würde. Zunächst mal: auch wenn mans nicht glauben möchte – Touristen sind (natürlich!) weiterhin allerseits hoch willkommen. Und als solcher lebt man (wie schon immer) in einem Paralleluniversum neben der türkischen Gesellschaft. Dort wird man wenig bis eher nichts von den Zerwürfnissen einer Gesellschaft mit bekommen, deren Präsident ein Referendum abhalten lässt, welches ihm weitgehend diktatorische Vollmachten garantiert und den Weg für eine noch strammere Islamisierung weg von Europa ermöglicht (die ist bislang eher schleichend, aber für aufmerksame Beobachter durchaus bereits auf dem Weg).
Kommen wir zurück zur Ausgangsfrage: Kann/darf man derzeit in die Türkei reisen/dort Urlaub machen? (Pro und Contra dazu auch --> SPON) Zunächst der Sicherheitsaspekt:

Ist Reisen in die Türkei derzeit überhaupt sicher?
Die Polizeipräsenz ist relativ unspektakulär. Das kenne ich aus anderen Ländern bei vergleichsweise entspannterer Sicherheitslage (wie bei uns) deutlich martialischer. Im Alltag “nerven” eigentlich “nur” die dem Ausnahmezustand geschuldeten relativ häufigen Fahrzeugkontrollen im Überlandverkehr (wenn man im PKW unterwegs ist). Dabei hatte ich bei dieser Reise das Glück, die Kontrollen immer zu verpassen. Ich hatte allerdings abseits von Straßensperren einige sehr nette Unterhaltungen mit Gesetzeshütern und bin sicher, dass die allermeisten sich bemühen werden, Touristen extrem zuvorkommend zu behandeln. Kurzum – solange man keine direkten Gesetzesverstöße oder politisch aktiv wird, hat man staatlicherseits nichts zu befürchten. Bei uns wurden die aufgeheizten Stimmungsbilder vor der holländischen Botschaft gezeigt, das Auswärtige Amt warnt u.a. vorsorglich vor größeren politischen Zusammenrottungen. Tatsächlich scheinen mir diese außer vielleicht in den ganz großen türkischen Städten selten bis nicht existent. Stattdessen reagierten eigentlich alle Türken nach der obligatorischen Frage, woher man käme mit ungeschönter Begeisterung auf die Nennung der deutschen Staatsangehörigkeit. Klar über das schlichte Geschäftsinteresse hinaus. Es ist auch eher noch anerkennender als früher – die Zahl der westeuropäischen Touristen ging jetzt im März in Antalya und Kappadokien gegen Null. Aber gar nie habe ich auch nur den Hauch irgendwelcher Ressentiments gespürt. Im Hinterland wird man höchstens als ‚Alien‘, als merkwürdiger Fremder, aber nie feindlich angestarrt. Das würde aber einem Türken umgekehrt bei uns im Hinterland wenigstens genauso gehen.
Bleibt die Anschlagsgefahr. Da schon (relativ) länger keine mehr waren steigt das statistische Risiko theoretisch. Allerdings konnte ich nirgendwo entsprechende deutsche Nervosität verspüren. Und, naja, während meines Türkei-Aufenthaltes geschah in London ein Anschlag (von einer London-Reise hätte mich sicherlich niemand abhalten wollen). Das Risiko in der Türkei einem Anschlag zum Opfer zu fallen ist also relativ und eigentlich auf wirklich sensible Knotenpunkte (Istanbul, Ankara, Flughäfen, große Hotels) beschränkt, deren Besuchsrisiko man als Individualtourist durch Vermeidung oder Aufenthaltsdauer zu großen Teilen steuern kann.  

Unterstützt man durch eine Türkei-Reise Erdogans Totalitarismus nicht politisch und ökonomisch?
Kurz zur touristischen Ökonomie (vermutlich die wichtigste Branche für die türkische Volkswirtschaft): 2016 war für den türkischen Tourismus durch ca. eine Halbierung der Tourismuszahlen bereits ein sehr gebrauchtes Jahr mit zahlreichen Insolvenzen und Schließungen. Die Voraussagen für dieses Jahr sind nicht wirklich viel besser. Die weggebrochenen Zahlen westlicher Besucher werden bestmöglich durch russische und chinesische Touristen versucht zu ersetzen. Dabei sind diese Reisegruppen qualitativ und quantitativ natürlich so unterschiedlich, dass sie nur eine sehr schmale Touristikerschicht über Wasser halten können. Es herrscht allseits nur insofern Erwartung, als man hofft, dieses Jahr nicht nochmal so arg oder gar ärger abzustürzen wie letztes Jahr. Sicher ist man sich dabei allerdings nicht - mit einem tollen Tourismusjahr rechnet weder dieses Jahr noch in naher Zukunft eigentlich niemand in der Türkei. Aktuell kann man für 10 EUR pro Tag sowohl einen Mietwagen als auch eine Tageshalbpension in völlig akzeptablen Unterkünften buchen. Preise mit denen man eigentlich keinen kostentragenden Gewinn mehr machen kann, sondern versucht, Infrastruktur bis zu besseren Zeiten durchzuretten. Will sagen: so tief, wie der Tourismus gerade im Keller ist, müssten schon sehr, sehr viele (nicht zu erwartende) Urlaubs-Umentscheidungen geschehen, dass das quantitativ was ändert. Beim aktuell unterirdischen Preisniveau wird der türkische Staat durch ein paar Individualreisen keine grundsätzliche Trendwende im Steueraufkommen vermerken. In erster Linie trifft die aktuelle Flaute die in den klassischen Urlaubsgebieten im Tourismus Beschäftigten. Und alle, die in Kontakt mit westlichen Touristen sind, sind tendenziell eher Erdogan-kritisch. Boykottaufrufe sollte man sich deswegen m.E. auf Situationen aufsparen, bei denen sie möglicherweise wirklich ein sinnvolles Druckmittel sein könnten. Obwohl man mich gegen hirnlosen Pauschaltourismus natürlich immer einnehmen kann. In der Tat sollte dieser derzeit gerade in der Breite wirklich besser die mediterranen EU-Gebiete bedienen.
Es wäre aber m.E. wünschenswert, wenn die Verbindung zu den kritischen Türken durch bewussten, gezielten und zahlenmäßig sehr überschaubaren Tourismus (und mehr spreche ich hier im Blog auch sicherlich nicht an) gehalten wird. Durch die persönliche Präsenz bzw. die dadurch möglichen Diskussionen kann man sicherlich seine gewünschten politischen Positionen am besten vertreten und Veränderungen bewirken.
Meine Erwartungen auf interessante, tiefgründige Diskussionen wurden allerdings vor allem mangels Türkisch-Kenntnissen enttäuscht. Ich konnte eigentlich nur mit akademischem Personal (das ist immerhin schon mehr als Standard) und Beschäftigten in der Tourismusbranche (in englisch) sprechen. Und bei all denen war das Abstimmungsverhältnis eigentlich völlig eindeutig. Allerdings auch gemischt mit der Skepsis bzgl. dem Wahlausgang. Da gab es alles von “inshallah” bis dahin, dass Erdogan sich sein Wunschergebnis schon richten würde. So gab es offenbar bereits bei der letzten Parlamentswahl in einigen Wahlkreisen mehr Stimmen als Wähler. Auch wurden offenbar in einigen Regionen einige auffällige Stromausfälle während der Stimmauslesung beobachtet. Die bisherigen Prognosen deuten ja auf einen knappen Wahlausgang hin – insofern teilen auch alle türkischen Gesprächspartner die Ansicht, dass der Streit, den Erdogan mit mehreren europäischen Staaten mehr als unverhältnismäßig vom Zaun gebrochen gebrochen hat, vor allem auf noch unentschiedene Wähler zielt. Für uns ein alter, sehr durchschaubarer Trick: viel international Feind, viel nationale Ehr! Und der türkische Nationalstolz hat gerade aus aufgeklärter deutscher Sicht einen atemberaubend hohen Stellenwert. Hingen schon die letzten Jahre viele türkische Fahnen (vergleichbar, mit der Schweiz), so war diesmal eine weitere, deutliche Steigerung zu bemerken, sowohl in Anzahl als auch in Größe. Ganze Seitenwände riesiger Einkaufsmalls waren häufig in übergroße Flaggen gehüllt. Unvorstellbar aus europäischer Sicht, dass auch auf vielen Moscheen die türkische Flagge gehisst war. Aber genau für das, was Erdogan vorzeichnet, ist das ein Symbol: die Türkei vom nach Westen ausgerichteten Laizismus weg und in einen totalitär geführten islamischen Staat hinzuführen. In richtig vielen Städten und Dörfern im Hinterland gibt und gab es riesengroße Moscheeneubauten. Islamisierung ist dabei eigentlich immer ein unpräziser Begriff, denn es geht Erdogan dabei um die Dominanz des sunnitischen Glaubens. Die größte (ca. 25%-ige) religiöse Minderheit sind Aleviten (eine dem Schiismus verwandte Glaubensrichtung) und diese werden ähnlich wie sämtliche anderen abweichenden Religionen diskriminiert. So ähnlich, als ob in Deutschland der Katholizismus als Staatsreligion erhoben wäre. Evangelische Religion gibt es weder in der Schule, dafür aber als Grund für Berufsverbot im Staatsdienst. Genauso natürlich für alle anderen nicht katholischen. Aus unserer Sicht unglaublich - in der Türkei Standard. Ebenso geht es bekanntermaßen ethnischen Minderheiten wie z.B. den Kurden. Schwaben, Sachsen (Bayern?) und Ostfriesen raus aus allen Ämtern und Parteien! Hört sich sehr abgefahren an. In der Türkei aber Standard. Auch von der regierenden (Regierungspartei) AKP abweichende politische Meinungen sollen keine Rolle mehr spielen. Das stört beim Führen eines Staatswesens (Türkei - dös samma mir!), das man sich selbst und seiner Familie als Selbstbedienungsladen zur Verfügung stellen möchte (für entsprechende Rechercheergebnisse sitzen Journalisten gleich zu dutzend ein – nirgendwo sonst auf der Welt gibt es mehr verhaftete Journalisten). Und ja – man muss kein Türkisch verstehen um die Richtung aller türkischen Programme beim Durchzappen zu verstehen. Da gibt es keine kritischen Stimmen, da ist alles gleichgeschaltet. Nur billig-emotionalst angerührte, nationalistische Einheitspropaganda. Genauso in den Städten an der lykischen Küste und im Hinterland einschließlich Kappadokien: im Straßenbild nur und ausschließlich Regierungspropaganda: Ja, Ja  und nochmal Ja (="evet"). In riesigen Transparenten. Viele. Ich habe kein einziges „Nein“-Plakat irgendwo erspähen können. Das macht schon nachdenklich. „Türkische Medien schweigen die Opposition tot. Der Staatssender TRT räumte der AKP-Kampagne zwischen dem 1. und 22. März 4431 Sendeminuten ein, den Sozialdemokraten 221 Minuten, der HDP eine Minute.“ (http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-vor-dem-referendum-die-kurdenfrage-a-1142691.html).
Westliche demokratische, humanistische Werte werden offen mit den Füßen getreten. Der Staatspräsident, dessen Aufgabe eigentlich eine integrierende, zusammenführende Rolle haben sollte, möchte die Macht an sich reißen. Auch wenn er keinesfalls die Mehrheit hat - tatsächlich hat er ja aus unserer Sicht eine überraschend große Unterstützung in der türkischen Bevölkerung. Dazu muss man wissen, dass die türkische wachsende Mittelschicht nun ein gutes Jahrzehnt mit hohen wirtschaftlichen Wachstumsraten auch in Zeiten, als es anderswo schlecht lief, verwöhnt wurde. Das traf gerade auch die Neu-Städter, welche erst in letzter Zeit vom Land in die rasant wachsenden türkischen Städte gezogen waren, mental aber noch sehr traditionell verhaftet sind. Neben der ˋnoch-ˋländlichen, zahlenmäßig aber nicht so bedeutenden Landbevölkerung stellen diese Erdogans/AKPˋs Stammwähler. Mit einer Mentalität, die der von großen Teilen der von CSU-/AfD-Wählern ähnelt: Angst vor der komplexen, bösen, globalen Außenwelt. Besinnen auf die guten, alten Traditionen und Hierarchien, Leitkulturen, die man kennt. Bayrisch/Deutsch heißt in der Türkei halt türkisch.

Differenziert und engagiert Haltung zeigen
Wenn wir Europäer Betrachtungen über ˋdie Türkenˋ anstellen sollten wir uns klar machen, dass ˋdie Türkenˋ eine weit heterogene Gruppe ist als gemeinhin bekannt. So wird man in den Großstädten der Türkei ganz deutlich weniger türkische Frauen mit Kopftuch antreffen als in irgendeiner Stadt z.B. in Deutschland (tatsächlich konnte ich jedoch eine ganz leichte Zunahme gegenüber meinen letzten Besuchen 2012-2015 beobachten).
Mein Plädoyer wäre: lasst die fortschrittlichen TürkInnen nicht alleine. Es sind mehr, als hier in den Erdogan-fixierten Medien rüberkommt. Helft ihnen, möglichst große Freiräume zu erhalten. Lasst es nicht zu, dass sie von reaktionär-klerikalen Eiferern aus der gesellschaftlichen Gestaltung verdrängt werden! Auch wenn fast alle TürkInnen aufgrund ihrer überhöhten nationalistischen Haltung sich schwertun, innenpolitische Prozesse mit Ausländern zu diskutieren müssen wir die westlich gesinnten Teile innerhalb der türkischen Gesellschaft stärken (genauso wie wir hier unsere Freiheiten gegen unselige Populisten verteidigen müssen).
Die Effekte einer sich langfristig vom Westen abwendenden Türkei wollte ich mir lieber nicht ausmalen. Und der Kampf gegen Erdogan unterscheidet sich auch nicht so erheblich wie der Kampf gegen Trump, Putin, Wilder, Le Pen oder auch Petry/Höcke. Ist m.E. eher eine pragmatische Frage, wo und wie man gerade seine individuellen Kräfte einsetzt oder konzentriert. Tatsächlich werden wir überall mehr denn je wieder dazu gezwungen, Stellung zu beziehen. Es war aber schon immer eine Illusion, dass es eine haltungsfreie Individual-Freizeitgesellschaft, eine Wissenschaft und Studium oder auch eine reine Konsumgesellschaft ohne (negative) politische Folgen gäbe. Auch wenn das an der TUM fälschlicherweise größtenteils weiter als Mainstream gelebt und verbreitet wird.
Haltungsfreier Tourismus in der Türkei ist m.E. derzeit eigentlich kaum möglich – der sollte dann tatsächlich auch woanders stattfinden (s.o.). Dieser Artikel ist auch eher ein Plädoyer für einen anderen, bewussten, engagierten und aufgeweckten Besuch in der Türkei und auch anderswo! Aber auch dafür überhaupt wieder (endlich) Haltung zu zeigen.

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1 Kommentare

Andreas Printz

23. April 2017

Nachtrag, nachdem Erdogan sich nun das "JA" ("Evet") geholt oder auch gerichtet hat:

1.) Es bleiben erhebliche Zweifel an einem nicht manipulierten Wahlausgang. Entsprechenden Kritiken werden von der türkischen Regierung unsachlich als regierungsfeindliche Propaganda abgetan.

Umso eher läge es daher an der EU und einzelnen Regierungen entsprechend energisch auf entsprechende Aufklärung durch neutrale Beobachterorganisationen zu drängen. M.E. könnte man bereits hier (vor Wiedereinführung der drohenden Todesstrafe) eine Abbruchkannte für EU-Beitrittsgespräche setzen. Die Kante sollte man allerdings auch bei geringer Aussicht nutzen als jetzt schon den Bruch zu erklären.

2.) Den Ausgang des Referendums propagandistisch gegen eine zweite Staatsbürgerschaft auszuschlachten entlarvt Rechtspopulisten nur ein weiteres Mal der völligen Missachtung der Fakten. Ohne Nachweis dafür, inwiefern die doppelte Staatsbürgerschaft integrationsfeindlich (statt dem Gegenteil) sei ist der gesamte Kontext einfach völlig (populistisch) aus der Luft gegriffen: Obwohl in Bayern offiziell über 60% der Türken für Erdogans "JA" gestimmt haben, hatten noch nicht mal 3% der Wahlberechtigten eine doppelte Staatsbürgerschaft.

3.) Selbst nach dem offiziellen Wahlergebnis hat die Mehrzahl der "Inlandstürken" für "Nein" gestimmt. Das möglicherweise gefälschte "Ja" wäre demnach nur durch die überproportionalen "Ja"-Stimmen aus dem Ausland und da vor allem aus Deutschland zustande gekommen. Und da liegt erheblich freundlicher Diskussionsbedarf bei unseren MitbürgerInnen mit Migrationshintergrund und die dringende Notwendigkeit der Solidarität mit der Mehrheit der demokratischen eingestellten TürkInnen, die jetzt gerade sehr dringend neuen Mut brauchen.