LandschaftPlus - der Blog

Donnerstags bei den Erstsemestern – zwischen Faszination und Frustration

Avatar of Redakteur: Marco Giardino Redakteur: Marco Giardino - 28. February 2017 - Studienalltag

von Marco Giardino

Eilig sieht man Freisinger LA/LP-Studenten um 9:27 Uhr am Münchner Stammgelände der TUM in ein Treppenhaus stürmen – was ist hier los? Des Rätsels Lösung hat zwei Buchstaben, aber große Wirkung: E&G (Entwerfen und Gestalten).

Aber nun von vorne. Donnerstag ist München-Tag für die Erstsemester. Gelehrt werden in München die Grundlagen des Entwerfens und der Gestaltung. Abgaben im Lehrstuhl E&G sind dann meist bis 9:30 Uhr zu erledigen. Ab 9:45 Uhr gibt es mit den Studenten der Architektur einen lehrreichen Kurs im Architekturzeichnen. Peter Schmid, der Dozent, ist hochmotiviert und immer gut aufgelegt als Vorzeichner an der Tafel. Kurz mal hochkonzentriert im eigenen Skizzenbuch versunken und dann wieder den Blick auf die Tafel gerichtet – Peter ist schon fünf Schritte weiter - und immer noch gut aufgelegt. Nachdem die Zeichnung, mehr oder weniger ordentlich, fertiggestellt wurde, gilt es, sich einen der begehrten E/G-Stempel in sein Skizzenbuch stempeln zu lassen. Vergleichbar ist dieser Vorgang mit der Hauptreisezeit an der Mautstation am Brennerpass. Ewige Studenten-Schlangen stauen sich vor den Stempel-Assistenten. Sind alle Skizzenbücher gestempelt geht es zurück an die Plätze – es folgt eine Vorlesung bei Prof. Graff.

Nach delikatem Mensa-Mittagessen geht es in den Weißen Saal – der große Arbeitsraum mit Dachterrasse und herrlichen München- und Alpenblick. Feine Speisen und Kaffeespezialitäten gibt es, sogar mit Rabatt, im Vorhoelzer-Forum gleich neben an. Hier lässt sich mal eine kreative Sammlungsphase einlegen, bevor im Weißen Saal wieder das Verhandeln um Konzepte und Ideen mit den Assistenten der Lehrstuhls E&G ansteht.

Steht dann endlich ein „abgesegnetes“ Konzept, heißt es, dies bald als möglich in der institutseigenen Werkstatt in Freising umzusetzen. Die Zeit scheint in der Werkstatt eine andere Geschwindigkeit zu haben, ja fast zu verfliegen – schon wieder Mitternacht und immer noch nicht fertig? Manch ein Geist soll sogar noch in den frühen Morgenstunden des nächsten Abgabedonnerstags in der Werkstatt spuken – aber das sind nur Gerüchte.
E&G - ohje...

Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.

0 Kommentare