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Exkursion zu „Eine(r) Insel für die Zeit“ – Erdzeichen am Münchner Flughafen

Avatar of Redakteur: Marco Giardino Redakteur: Marco Giardino - 26. January 2017 - Studienalltag

von Marco Giardino

Es liegt unscheinbar in der Landschaft – viele von uns hatten es vorher noch nie bemerkt. Von der Straße aus kaum sichtbar, versteckt sich das Erdzeichen des Künstlers Wilhelm Holderied am Münchner Flughafen teilweise hinter dem hohen Mais. Am Rande einer Schotterstraße trafen wir uns mit dem Künstler, einem sympathischen, alten Mann. Durch den Maisacker hindurchgekämpft, erblickt man sie dann schließlich: Die Insel für die Zeit. Passend zu unserem ersten Projekt in der Landschaftsarchitektur konnten wir uns hier von der Wirkung topographischer Veränderungen inspirieren lassen. Und tatsächlich hatte es etwas immens Beeindruckendes in und auf dem Kunstwerk entlang zu laufen. Geht man in den „Rillen“ des Erdzeichens entlang, so taucht man völlig darin ab. Man ist abgeschirmt von alldem was außen herum passiert – abgesehen vom Flugverkehr. Die Aufmerksamkeit wird auf das, was sich in dem „Tal“ befindet wie z.B. die Vegetation gelenkt. Läuft man hingegen auf den Gipfeln der Böschungen entlang bietet sich ein völlig anderes Bild. Man bekommt ein Gespür für den doch beachtlichen Höhenunterschied zwischen dem Hoch- und dem Tiefpunkt des Erdzeichens. Man überblickt zudem die vollständige Größe des Kunstwerkes. Doch selbstverständlich ist es nicht, dass das Erdzeichen überhaupt hier besteht. Die holprige Finanzierungsgeschichte von jugendlichem Leichtsinn und Idealismus erzählte uns Holderied während unserem Aufenthalt auf seiner Insel. Ein Buch mit interessanten Geschichten rund um das Erdzeichen gab es dann noch für jeden zum Schluss dazu.

Die Erstsemester wandern im und auf dem Erdzeichen (Foto: Svenja Schmitz)
Jonas Bellingrodt, Nicole Meier und Lars Hopstock (LAI) begleiteten die Exkursion (Foto: Svenja Schmitz)
Das Wetter hätte (fast) nicht besser sein können (Foto: Svenja Schmitz)

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